Alles Folgende betrifft Peptide. Wir bleiben bei klarer Sprache, beziehen uns auf die Studienlage und trennen gut belegte Aussagen von offenen Fragen.
Zuletzt geprüft am 2026-06-02. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.
=== USA === In einer Untersuchung der GBD 2021 US Obesity Forecasting Collaborators fanden man 2021 in den USA 76 % der Männer und 72 % der Frauen (> 25 Jahre) übergewichtig (BMI>25 kg/m²) oder adipös (BMI>30 kg/m²) Seit 1990 ging der Trend deutlich nach oben und eine weitere Schätzung bis 2050 ergab eine Prävalenz von 80 %. In den USA waren nach Schätzungen des CDC in dem Zeitraum von 2017 bis 2018 42,4 % der Erwachsenen ab 20 Jahren adipös (BMI ≥ 30) und 9,2 % morbid adipös (BMI ≥ 40). Sozial schlechter Gestellte und Angehörige von Minderheiten (Indianer, Schwarze) sind dabei sehr viel häufiger bzw. stärker übergewichtig als andere Bevölkerungsgruppen und haben eine niedrigere Lebenserwartung. Laut einer Studie der Duke University aus dem Mai 2012 waren damals rund 36 % aller Amerikaner adipös. Die Wissenschaftler rechnen damit, dass sich die Zahl bis zum Jahr 2030 auf 42 % erhöht.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Italien === Die europäische IDEFICS-Studie, die „[…] die Auswirkungen von Ernährung, Lebensweise und sozialem Umfeld auf die Gesundheit von europäischen Kindern im Alter von zwei bis zehn Jahren […]“ untersucht, zeigt für Italien eine Prävalenz von 42 % für Übergewicht oder Adipositas in den untersuchten Altersklassen. In allen untersuchten Ländern ist jedes fünfte Kind übergewichtig oder adipös. Der Anteil adipöser Kinder in den untersuchten südlichen Ländern Europas beträgt bis zu 20 %, der in den nördlichen Regionen liegt unter 5 %.
Quellen: de.wikipedia.org
== Adipositas bei Tieren == Adipositas spielt vor allem bei Haushunden und Hauskatzen eine größere Rolle. In den Industrieländern sind im Mittel 40 % der Hunde und Katzen adipös, wobei in den letzten 40 Jahren eine Zunahme um etwa 10 % zu verzeichnen war. Bei Hunden neigen einige Rassen (Labrador Retriever, Cocker Spaniel) stärker zu Übergewicht, bei Katzen lässt sich kein Rassenzusammenhang nachweisen. Familien- und Schoßhunde werden eher übergewichtig als Arbeitshunde. Während bei Hunden weibliche Tiere eher zu Übergewicht neigen, sind es bei Katzen männliche Tiere. Eine Kastration ist ein wesentlicher Risikofaktor: Kastrierte Tiere neigen zu einer stärkeren Futteraufnahme und zu einer verminderten Bewegung. Als Ursache dieses Phänomens werden reduzierte Östrogen-Spiegel und erhöhte IGF-1-Spiegel vermutet. Auch eine Veränderung der Genexpression von Leptin und Lipoproteinlipasen durch die Kastration wird diskutiert. Das Alter ist ein weiterer Risikofaktor, Übergewicht tritt vor allem im mittleren Lebensalter auf. Die Fütterung spielt eine entscheidende Rolle, vor allem das Verfüttern von Extrahappen und Tischabfällen scheint eine maßgebliche Rolle zu spielen, da sie meist nicht in die Tagesration eingerechnet werden. Bewegungsmangel führt ebenfalls zu stärkerer Gewichtszunahme. Freigänger sind wesentlich seltener adipös als reine Wohnungskatzen. Bei Hunden neigen einzeln gehaltene Hunde stärker zu Übergewicht als solche, die mit Artgenossen zusammenleben. Übergewichtige und ältere Hundehalter besitzen häufig übergewichtige Hunde.
Quellen: de.wikipedia.org
Folgen einer Adipositas sind vor allem Osteoarthrosen, Kreuzbandrisse, Hauterkrankungen, Harnsteine, Bluthochdruck, Lungenfunktionsstörungen, feliner beziehungsweise caniner Diabetes mellitus, bei Hunden auch Pankreatitis, Tumorerkrankungen sowie verminderte Lebenserwartung und Lebensqualität.
Quellen: de.wikipedia.org
== Geschichte == Adipositas war schon in der altgriechischen und altägyptischen Medizin eine anerkannte Krankheit. Die Ursachen wurden hauptsächlich in der Ernährung gesehen, wobei Hippokrates eine Theorie entwickelte, die die Energiebilanz als Schlüsselmechanismus identifiziert. Auch weitere Funde wie die Venus von Willendorf zeigen, dass Adipositas schon in der Altsteinzeit bekannt war.
Quellen: de.wikipedia.org
== Literatur == Hans Hauner, Alfred Wirth: Adipositas: Ätiologie, Folgekrankheiten, Diagnostik, Therapie. 5. Auflage. Springer Nature, Berlin / Heidelberg 2024, ISBN 978-3-662-58894-9, doi:10.1007/978-3-662-58895-6 (611 S.). Jürgen Ordemann, Ulf Elbelt: Adipositas- und metabolische Chirurgie Springer Medizin, 2017, ISBN 978-3-662-48697-9. Alexander Strauss, Carolin Strauss: Praxisbuch Adipositas in der Geburtshilfe. Springer, Berlin 2022, ISBN 978-3-662-61905-6. Michael J. Stein, Beate Fischer, Anja M. Seldmeier und andere: Unterschiede in anthropometrischen Maßen nach Geschlecht, Alter und Gesundheitszustand. Ergebnisse der NAKO Gesundheitsstudie. In: Deutsches Ärzteblatt. Jahrgang 121, Heft 7, 5. April 2024, S. 207–213.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Leitlinien === S3-Leitlinie Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e. V. (DAG). In: AWMF online (Stand Oktober 2024) S3-Leitlinie Leitlinie Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter der Deutschen Adipositas-Gesellschaft e. V. (DAG) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ). In: AWMF online (Stand 2019) S3-Leitlinie Leitlinie Adipositas und Schwangerschaft der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG). In: AWMF online (Stand 2019) Dominique Durrer Schutz, Luca Busetto, u. a.: European Practical and Patient-Centred Guidelines for Adult Obesity Management in Primary Care. In: Obesity Facts. Band 12, Nr. 1, 1. Januar 2019, S. 40–66, doi:10.1159/000496183, PMID 30673677 (englisch). Volkan Yumuk, Gema Frühbeck, u. a.: An EASO Position Statement on Multidisciplinary Obesity Management in Adults. In: Obesity Facts. Band 7, Nr. 2, 1. Januar 2014, S. 96–101, doi:10.1159/000362191 (englisch). Canadian Adult Obesity Clinical Practice Guidelines (CPGs). In: obesitycanada.ca. Obesity Canada, abgerufen am 24. Februar 2023 (englisch). Guideline: assessing and managing children at primary health-care facilities to prevent overweight and obesity in the context of the double burden of malnutrition. World Health Organization, 3. Oktober 2017, abgerufen am 24. Februar 2023 (englisch, ISBN 978-92-4-155012-3).
Quellen: de.wikipedia.org
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